„Zu gut für die Tonne“

„Noodles“-Boxen, Dönertaschen halb voll oder Reste vom Salat in der Snackbox,- „vor Corona“ keine Seltenheit in der Umwelt und während „Corona“ noch viel weniger. Daher nahm sich die Berufsfachschule Ernährung und Hauswirtschaft Klasse 2 diesem Thema in ihrem zweiten Projekt auf vielfältige Weise an.

Es ist uns allen schon passiert: Das gekochte Essen war zu viel, der Joghurt hat ein überfälliges Mindesthaltbarkeitsdatum und der Salat wurde welk. Jedes Jahr landen in Deutschland dadurch rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Von dieser Menge waren viele überrascht. Zur Überprüfung erkundeten die Schüler*innen der BFS EHP 19A und 19B zu Beginn ihres zweiten Projektes „Zu gut für die Tonne“, wie viele Lebensmittel in ihrem eigenen Haushalt im Müll landen. Dafür fotografierten alle 14 Tage lang jedes Lebensmittel, das weggeschmissen werden sollte. Das Ergebnis war unterschiedlich. Manche Familien waren sehr bedacht mit ihren Lebensmitteln, im Gegensatz zu anderen. Klar war dennoch, dass gegen die Verschwendung etwas getan werden muss. So wurden in Gruppen im Distanzunterricht viele Ideen entwickelt, wie gerade die jungen Erwachsenen auf dieses Problem aufmerksam gemacht werden können. Dabei wurden verschiedene Apps und Plattformen ausprobiert, die Lebensmittelverschwendung und Lösungsstrategien aus unterschiedlichen Ländern miteinander vergleichen und Lebensmittelgeschäfte zu dem Thema interviewt. Auch die bereits seit März 2012 existierende Kampagne „Zu gut für die Tonne“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wurde kritisch betrachtet. Die Idee einer Ausstellung zu dem Thema mit Infowänden, Tipps, Reste-Rezepten und anschließendem Quiz konnte aufgrund der Pandemie und damit verbundene Hygienemaßnahmen nicht in der Schule umgesetzt werden. Dennoch entstanden wunderbare Produkte wie der Flyer (siehe Bild) oder sogar ein Song. Besonders hervorgehoben werden dürfen die von den Schüler*innen erstellten Videos sowie die zum Nachdenken auffordernden Botschaften an den Treppenstufen in der Schule und die mit Kreide auf den Asphalt gezeichneten auf dem Lutherkirchplatz.